Über mich

Neugier ist mein Beruf. Und meine Haltung.

Menschen interessieren mich. Was sie bewegt, was sie antreibt und warum sie die Dinge so sehen, wie sie sie sehen. Ich mag unterschiedliche Perspektiven, gute Geschichten und Gespräche, bei denen nicht schon vorher feststeht, wohin sie führen.

Vielleicht bin ich deshalb Journalistin geworden.

Denn dieser Beruf erlaubt mir bis heute etwas, das ich schon immer gerne getan habe: Fragen stellen. Genau hinhören. Zusammenhänge verstehen. Und Menschen eine Stimme geben.

Radio hat mich geprägt

Mein berufliches Zuhause ist seit vielen Jahren das Radio. Dort habe ich das journalistische Handwerk von Grund auf gelernt: Nachrichten, Reportagen und Interviews, redaktionelle Planung und Live-Sendungen, aktuelle Berichterstattung und lange Gespräche.

Vor allem aber habe ich gelernt, dass gute Kommunikation nicht bei der eigenen Botschaft beginnt. Sondern beim Gegenüber.

Heute arbeite ich beim Hessischen Rundfunk unter anderem für HR FRAGT, wo es darum geht, unterschiedliche Meinungen und Lebenswirklichkeiten sichtbar zu machen und Menschen in den Austausch mit dem hr einzubeziehen.

Und als Gastgeberin im hr2-Doppelkopf darf ich genau das tun, was ich besonders liebe: mir Zeit für Menschen und ihre Geschichten nehmen. Zuhören, nachfragen und gemeinsam ein Gespräch entstehen lassen.

Vom Mikrofon auf die Bühne

Mit den Jahren ist zur journalistischen Arbeit die Moderation von Veranstaltungen, Podien und Gesprächsformaten gekommen.

Eine Bühne ist natürlich etwas anderes als ein Radiostudio. Und trotzdem ist für mich vieles gleich: Man muss gut vorbereitet sein, ein Gespür für die Situation entwickeln und im richtigen Moment wissen, wann eine Frage weiterführt – und wann man besser zuhört.

Diese Erfahrung gebe ich heute auch als Kommunikationstrainerin weiter.

In Medientrainings und persönlichen Coachings unterstütze ich Menschen dabei, ihre Botschaften klar zu formulieren, souverän aufzutreten und ihre eigene Wirkung besser einzuschätzen.

Dabei möchte ich niemandem eine Rolle beibringen.

Echt schlägt perfekt

Mich interessiert nicht der einstudierte perfekte Auftritt. Mich interessiert ein Auftritt, der glaubwürdig ist.

Menschen wirken überzeugend, wenn das, was sie sagen, zu ihnen passt. Wenn sie wissen, wofür sie stehen. Wenn sie ihre Botschaft kennen, ohne sie auswendig herunterzubeten. Und wenn sie auch dann bei sich bleiben, wenn eine Situation einmal anders läuft als geplant.

Genau darum geht es mir in meiner Arbeit: Klarheit zu schaffen und Menschen darin zu bestärken, ihre eigene Stimme zu nutzen.

Das gilt für ein Medieninterview genauso wie für eine Rede, eine Podiumsdiskussion oder ein schwieriges Gespräch.

Was mir wichtig ist

Kommunikation ist für mich nie nur Technik.

Sie hat immer auch mit Respekt, Verantwortung und der Bereitschaft zu tun, andere Perspektiven auszuhalten. Gerade wenn Meinungen auseinandergehen, zeigt sich, ob wir wirklich miteinander reden können.

Vielleicht beschäftigt mich deshalb auch die Frage, wie wir unsere demokratische Gesprächskultur erhalten können. Wie gelingt Dialog, wenn Positionen weit auseinanderliegen? Welche Verantwortung tragen Menschen, die führen? Und was braucht es, damit wir einander nicht nur antworten, sondern tatsächlich zuhören?

Diese Fragen begegnen mir im Journalismus, in meinen Workshops – und immer wieder auch ganz persönlich.

Und sonst?

Geboren und aufgewachsen bin ich im Rheinland, heute lebe ich in Rheinhessen. Die Freude am Reden, an Begegnungen und am Zusammensein mit Menschen habe ich also gewissermaßen aus der einen Heimat in die andere mitgenommen.

Ich bin neugierig geblieben. Ich bin gerne unterwegs und genauso gerne zuhause. Und wenn einmal weder Mikrofon noch Bühne noch Bildschirm eine Rolle spielen, darf es auch Musik sein – am liebsten Disco, Funk und Soul. Dann wird nicht geredet, sondern getanzt.

Was geblieben ist, ist die Lust auf Menschen und ihre Geschichten.

Und vielleicht ist genau das der rote Faden durch alles, was ich tue:

Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen.